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droidcon 2014 Berlin / 2

Posted Mai 15th, 2014 in Blog by creative workline

Auch dieses Jahr war die droidcon Android Konferenz ein Berlin wieder ein Fixpunkt für uns als App Entwickler. Die Artikel von 2012 und 2013 können Sie übrigens hier und hier nachlesen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über ausgewählte Vorträge am Freitag dem 09.05., dem zweiten Konferenztag.

droidcon_2014

Begonnen hat Tag mit einer Keynote von Sony, in der es vor allem darum ging, mit welchem Produkten wir uns zukünftig in den nächsten Monaten und Jahren als User aber auch als Entwickler beschäftigen werden. Das Jahr 2014 steht bei Sony im Zeichen von SmartWear Experience sowie Premium Smartphones und Tablets, hier will sich der Hersteller positionieren. Wir können uns schon mal auf interessante neue Smart Watches freuen, aber auch SmartEyeglasses wird zukünftig ein wichtiges Thema sein. Natürlich bietet Sony auch entsprechende Programme für Entwickler.

Weiter ging es mit einer Session von Juhani Lehtimäki von Snapp Solutions, zum Thema Android UI Design Patterns. Er stellte dabei klar, dass die User einer App diese nicht nur „verwenden“ wollen, sondern sie wollen mit der App etwas erreichen – es sollte also keine App zum reinen Selbstzweck entwickelt werden. Der Vortragende ging auch stark auf wichtige UI Komponenten wie die ActionBar oder den relativ neuen NavigationDrawer ein. Bei einem Punkt lobte er Apple und kritisierte Google: Der „Aufwärts“ bzw. „Zurück“ Button ist auf iOS gut umgesetzt und auf Android schlecht, hier forderte er von Google eine bessere Lösung. Juhani ermutigte die App Entwickler, Gesten einzusetzen und auch mal die Regeln zu brechen.

Ein ähnliches Thema behandelte auch André Schmidt von Enough Software, der über Timing in User Interfaces sprach. Er teilte Zeitspannen grob in drei Klassen ein: Instantly (< 100ms), now (0,1 sec – 5 sec) und later (5 sec – x). Je nach Klasse müssen App Entwickler unterschiedliche Richtlinien einhalten. Z.B. erwartet der User bei einem Button-Press ein sofortiges Feedback (Instantly), App Designer vergessen allerdings gerne mal auf den Pressed State eines Buttons in ihren Designs.

In der Keynote „Android beyond Snowden“ wurde das sehr weitreichende Thema Sicherheit auf Android behandelt. Das ging von Baseband Security und Hardware, über das Betriebssystem und Permissions hin zu Cloud Services und Mail Apps. Wer soll da in Zeiten von NSA nicht paranoid werden? Android bietet dem User und Entwickler sehr viele Freiheiten, was natürlich Vor- und Nachteile hat. Die Vortragenden rieten u.a. dazu, ein alternatives ROM wie CyanogenMod zu installieren, die vorinstallierten Google Apps durch Alternativen zu ersetzen, und Encryption zu verwenden.

Es gab auch einen (mehr oder weniger) Workshop auf der droidcon 2014: In „Every App needs a Backend“ stelle Microsoft seine Azure Plattform als Basis für App Backends vor. Dazu gibt es die speziellen „Azure Mobile Services“ als PaaS (Platform as a Service) Angebot – und man muss sagen, damit ist es wirklich einfach ein Backend für Apps auf allen möglichen Plattformen (Android, iOS, Windows Phone, …) zu entwickeln. Microsoft setzt – wie das sehr ähnliche Service von Parse.com – auf Node.js zur Entwicklung, und lässt im Hintergrund aber einen MS SQL Server arbeiten (wer hätte das gedacht?).

droidcon_2014

Tim Messerschmidt von Paypal beschwörte in seiner Keynote den „Tod der Passwörter„. In dem Vortrag ging es um Authentication, vor allem im Hinblick auf mobile Devices. Hier kommen Technologien und Konzepte wie Two-Factor-Authentication, oAuth 2 und Social Sign-in ins Spiel.

In seiner Session „Froyo to KitKat: Two Years Developing & Maintaining DeliRadio“ ging Andrew Dyer von ChaiOne auf den Entwicklungsprozess einer Radio-App für Android ein. Themen wie Testen auf vielen Devices, unterschiedliche Android Versionen oder iOS Design vs. Android Design kennen wir als App Entwicklungs Agentur selbst nur allzu gut.

Den sehr interessanten Konferenztag beendete Kai Jäger von Microsoft Ventures mit dem Vortrag „5 Things you should do as an App Startup„. Als Vorlage bzw. Inspiration dient ihm dabei das Lean Startup Paradigma.

  1. Schränke deine Zielgruppe ein! Wenn man nicht weiß, wie man seine Zielgruppe ansprechen soll, ist das Marketing für eine App viel schwieriger.
  2. Validiere deine Annahmen! Hier geht es darum, kontinuierlich Kundenfeedback einzuholen.
  3. Mache eine fundierte Platform-Entscheidung! Hier geht es um das Thema Installed-Base vs. Market Share, und die Entscheidung Android vs. iOS vs. Cross Platform (Cordova, Appcelerator, Xamarin, Adobe Air, …)
  4. Bekomme großartige Reviews! Die Top 100 Apps im Play Store haben ein durchschnittliches Rating von 4.1
  5. Analysiere und Verbessere! Verwende Services wie Google Analytics oder Flurry um deine App laufend zu verbessern.
  6. Sei überall! Verwende jede Gelegenheit, um dein Produkt zu „missionieren“ und vertraue auf echte Experten im Bereich Marketing.

Den 6. Ratschlag gab es als Bonus oben drauf.

Vom ersten Tag der droidcon sind noch folgende zwei Vorträge zu erwähnenswert:

Andreas Vourkos stellte Pollfish vor, eine neue Art Apps zu monetarisieren. Als Alternative zu klassischen Werbebannern oder Interstitials (z.B. von Google AdMob) bietet Pollfish Entwicklern eine Möglichkeit, unaufdringliche Umfragen in Apps einzubauen. Davon profitiert sowohl der User einer App, weil er meistens etwas gewinnen kann, als auch der Entwickler/Publisher durch – angeblich – höhere Einnahmen.

Generate revenues with your Android App on the BlackBerry 10 Platform“ war der Titel des Vortrags von Kámel Lajili. Seine Firma BlackBerry fokussiert inzwischen wieder auf den „Prosumer“ und Geschäftskunden-Markt, nachdem der kurze Ausflug in den Consumer-Market nicht sehr erfolgreich war. Er zeigte, wie einfach es ist, eine bestehende Android App auf BlackBerry 10 zu portieren. Je nach Features der App ist es oft sogar ohne Anpassung möglich, eine Android App auf BlackBerry auszuführen und in die App World zu stellen.

Es gibt auch einen ersten Teil im Blog zur droidcon, und zwar hier.

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One Response so far.

  1. […] an den Geschehnissen vom zweiten Tag der droidcon interessiert ist, der kann hier […]

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