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Wunderlist goes Microsoft – wir sagen Danke!

Posted Juni 4th, 2015 in Blog by Jonas Soukup

Wunderlist 2011 is powered by creative workline

Ich kann mich noch gut an den 31.03.2011 erinnern. Es war jener Tag, an dem ich beim Wunderland Event in der Marienburger Strasse 16 Alex Koch kennengelernt habe. Ehrlich gesagt hatte ich mich damals mehr für die spannende Off-Location interessiert als für das Event an sich.

Beim Wunderland Event wurde anhand einer neuen App „Wunderlist“ Titanium von Appcelerator vorgestellt; eine Technologie, die bereits 2011 versprach, dass sich mit JavaScript Apps für mehrere Plattformen, darunter iOS, Android und BlackBerry entwickeln lassen.

Ich war schon damals mit meinem Programmierhintergrund und jahrelanger Erfahrung in Java sehr skeptisch, dass dies eine Technologie zu leisten vermag. Ich begann beim Event ein Gespräch mit meinem Sitznachbarn. Wir unterhielten uns über die Vor- und Nachteile einer solchen Technologie und bemerkten schnell, dass uns nicht nur ein langjähriger Java-Background verband. Mein sympathischer Gesprächspartner stellte sich als Alex Koch vor und es stellte sich heraus, dass Alex in Wunderlist investiert hatte. Nachdem ich erzählte, dass ich mich mit meiner Firma nativer App Entwicklung verschrieb, stellte er mir Christian Reber, den CEO der 6Wunderkinder, vor.

Die Strategie von Christian war damals, mit Titanium möglichst schnell ein funktionierendes Wunderlist-Produkt, ein Minimum-Viable-Produkt, auf alle Plattformen zu bringen. Für mich zeichneten sich die 6 Wunderkinder mit ihrem Produkt Wunderlist schon zu diesem Zeitpunkt durch herausragendes UI-Design und sehr gute Marketing-Fähigkeiten aus.

Wunderlist 1 für Android, BlackBerry und Windows Phone powered by creative workline

Kein halbes Jahr später, im September 2011 lud mich Christian zu Gesprächen ein, wie man Wunderlist nativ für Android und BlackBerry umsetzen/portieren konnte, da sich mit Titanium vor allem auf Android merkliche Performance-Probleme ergaben. Unsere Geschäftsbeziehung verlief von da an sehr professionell. Die Zusammenarbeit mit dem Backend-Team unter Dennis Schneider und Produktmanager Eric Labod war von Freundlichkeit und Agilität gekenntzeichnet, und so konnten wir innerhalb von nur einem halben Jahr Wunderlist 1 für Android, BlackBerry und Windows Phone für 6 Wunderkinder umsetzen. Die von uns umgesetzte Android App wurde im September 2011 veröffentlicht, BlackBerry folgte im Januar 2012 darauf, und die Windows Phone Variante nicht viel später in Q1 / 2012. Wir hofften, damit ein solides technisches Fundament in creative workline Qualität für die weitere Entwicklung der populären Todo-List App beigetragen zu haben. Die Nutzerzahlen sowie 5-Sterne Bewertungen von Wunderlist nahmen in Folge 2012 ständig zu, und im Juli 2012 wurden bereits 100 Millionen Tasks erstellt. Die Wunderlist App wurde von Millionen Usern und vielen Medien als „schön und einfach“ gelobt.

Wunderlist war zunächst allerdings als einfache und gratis Todo-List App nur als Werbung für das 2012 erschienene zweite Produkt der 6 Wunderkinder, „Wunderkit“ genannt, gedacht. Wunderkit legte den Fokus mehr auf „social“, wohingegen Wunderlist als reine Produktivitätsapp fungieren sollte. Ich bewundere nach wie vor den mutigen Schritt, dass Wunderkit zugunsten Wunderlist und einer „spitz-statt-breit“ Strategie eingestampft wurde (was mit Sicherheit auch einige Investoren-Euros gekostet hat). Christian, sein Team und gewiss auch die vielen Investoren waren der Meinung, man könne nicht zwei Produkte gleichzeitig zum Erfolg führen. Wie recht das Wunderlist Team behalten sollte.

Wunderlist wird erwachsen und erhält als erstes deutsches Startup Funding von Sequoia Capital aus dem Sillicon Valley

Was folgte ist Geschichte. Wunderlist 2 war um Klassen besser als die erste Version der Todo-List App. Das Design wurde noch schöner, die UX noch verständlicher und die Synchronisierung über Multi-Plattformen hinweg einfacher. Die Nachricht, dass Sequoia Capital im Oktober 2013 die bis dato höchste Summe von 30 Millionen USD in ein deutsches Startup aus Berlin investierte, ging durch die Medien und ließ Freunde und Neider gleichermaßen aufhorchen. Christian hatte es mit seinen 6 Wunderkinder geschafft, und reiht sich auf der Homepage von Sequoia Capital neben Steve Jobs ein. Chapeau!

Ich benutze Wunderlist seit ich 2011 selbst an der Android App programmiert habe, regelmäßig selbst sehr gerne, um meine Gedanken zu ordnen und Todos zu erstellen. Wenn ich vorzugsweise im Urlaub ein Buch oder Hörbuch studiere, mache ich mir nebenbei mit Wunderlist auf meinem iPhone Notizen – egal, ob ich beim Pool liege oder im Meer stehend in die Weite des Ozeans blicke, Wunderlist hilft, meine Gedanken von genialen Werken wie Jermey Rifkin, George W. Haanel, Dale Carnegie oder Bodo Schäfer festzuhalten. Ich bin mit Sicherheit kein unvoreingenommener User, aber wenn Sie ebenfalls viele Dinge zu erledigen haben und Todos für Sie als Unternehmer, Ihre Mitarbeiter oder privat zu ordnen haben, dann sollten Sie Wunderlist einmal ausprobieren.

creative workline sagt Danke!

Als Unternehmer, Entrepreneur und Product Manager finde ich grandios, wie Christian Reber und sein Team sich konsequent auf nur ein Produkt fokussieren (sogar auf der Website der 6 Wunderkinder steht „We are 6 Wunderkinder – The Makers of Wunderlist“), Investoren als Mentoren zu Rate gezogen werden, User-Feedback kontinuierlich in neue App Versionen eingearbeitet, die Wunderlist Community ständig und mit Hingabe betreut, der Blog in kurzen Abständen gepflegt, das Marketing auf Hochtouren läuft, und vor allem Wunderlist auch mannigfaltig mit anderen Produkten integriert und über Schnittstellen geöffnet wird. Auch die öffentlichen Auftritte von Christian zeugen einerseits von seiner Passion für das eine Produkt Wunderlist und andererseits seiner persönlichen Größe, indem er den Erfolg der App seinem außerordentlichen Team verdankt.

Dass Microsoft am 02.06.2015 bekannt gibt, die 6 Wunderkinder für kolportierte 100 bis 200 Millionen Dollar zu übernehmen, setzt der Wunderlist-Erfolgsgeschichte die Krone auf. Der EXIT ist geglückt! Das ist das Modell, das viele Startups – in Berlin, Deutschland und der Welt – als DAS MODELL schlechthin ansehen! Ich finde die Wunderlist-Story ganz außerordentlich und gratuliere Christian Reber und seinen Mitgründern ganz herzlich zu diesem wundervollen Erfolg!

Wir und ich ganz persönlich sind sehr dankbar, dass wir an Wunderlist 1 mitarbeiten, und in weiterer Folge an der Beobachtung der Erfolgsstory viel lernen durften.

Wir freuen uns schon darauf, die Erfahrungen und Learnings an und mit Wunderlist an Startups und Entrepreneure, die wir weiterhin gerne in einer frühen Phase begleiten möchten, weiterzugeben.

Es bleibt mir noch an Dich, lieber Alex Koch, an dieser Stelle auch noch einmal meinen herzlichen und aufrichtigen Dank auszusprechen. Wie schön, dass du an diesem 31.03.2011 neben mir gesessen hast.

Jonas Soukup,
CEO creative workline GmbH

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